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Riesiges Datenschutz-Leck

Millionen Passwörter auf Android unsicher

von - 26.05.2015
Sicherheitsschloss auf Schaltplan
Foto: Shutterstock/wavebreakmedia
Bis zu 500 Millionen Android-Smartphones sollen über einen fehlerhaft implementierten "Factory Reset" verfügen. Passwörter und Nutzerdaten seien dadurch auch nach dem Zurücksetzen des Geräts wiederherstellbar.
Factory Reset Android
Factory Reset: Das "Zurücksetzen auf Werkszustand" löscht Nutzerdaten in den meisten Fällen nicht zuverlässig.
(Quelle: Simon, Anderson)
Datenschutz-Lücke gefährdet Millionen Android-Nutzer: Laut einer aktuellen Studie von Sicherheitsforschern der Universität Cambridge (PDF) soll der "Factory Reset" zahlloser Android-Geräte fehlerhaft implementiert sein. Passwörter und Nutzerdaten seien daher auch nach dem Zurücksetzen auf den Werkszustand wiederherstellbar. Die Forscher schätzen, dass bis zu 500 Millionen Geräte weltweit von dem Fehler betroffen sind.
Die Funktion Factory Reset löscht den Gerätespeicher samt Konten, Passwörter und Apps. Meist wird dieses "Zurücksetzen auf Werkseinstellungen" für den Wiederverkauf des Gerätes ausgeführt, um die eigenen Daten vor fremdem Zugriff zu schützen.
Wie die Studie aus Cambridge nun aber belegt, arbeitet die Funktion in den meisten Fällen zu ungenau.
Tabelle Sicherheit Android
Je aktueller, desto sicherer: Die Studie aus Cambridge belegt, dass speziell Geräte mit älteren Android-Versionen Nutzerdaten nur unzureichend löschen.
(Quelle: Simon, Anderson)
Für ihre Untersuchung haben die Forscher 21 Geräte auf dem Gebrauchtmarkt erworben. Zu den Herstellern zählen Samsung, HTC, LG, Motorola und Google, als Betriebssystem kam Android in den Versionen 2.3.x bis 4.3 zum Einsatz.
Bei sämtlichen Geräten gelang es den Forschern, Passwörter, E-Mails und Chats nach einem Factory Reset wiederherzustellen. Darunter auch aktive Sitzungen von Google-Konten. Generell haben neuere Geräte den Factory Reset zuverlässiger durchgeführt als ältere. Smartphones aus dem Hause Google wiesen zudem die höchste Sicherheit auf, während bei Samsung, HTC, LG und Motorola noch viel Nachholbedarf bestehe.
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