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Das war der Amazon Prime Day 2016

Kritik und Streiks

von - 13.07.2016
Dass es sich bei einigen Angeboten nicht wirklich um wahre Schnäppchen handelt, haben bereits einige User erkannt. Und auch die Verbraucherzentrale warnte die Kunden, sich nicht von den Angeboten beirren zu lassen. Sie beklagte vor allem, dass der Marktplatzbetreiber seine Angebotspreise oft mit den unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller vergleicht. Davon sollen sich die User nur nicht blenden lassen. Denn ziehe man anstatt der UVP-Preise die üblichen verlangten Preise auf Amazon heran, bekäme man schnell keinen Rabatt von 50 Prozent mehr, sondern lande schnell bei unter 20 Prozent.
Zudem mahnte die Verbraucherzentrale, dass viele Händler den Prime Day dazu nutzen würden, Ladenhüter an den Mann zu bringen, die sie sonst nur schwer aus ihren Lagern bekämen. Bereits in der Countdown-Woche (vom 5. bis zum 11. Juli) habe die Zentrale festgestellt, dass sich gerade einmal sechs von 100 angebotenen Artikeln in den Top Ten der jeweiligen Bestsellerliste auf Amazon befanden.

Streiks zum Prime Day

Und wie nicht anders zu erwarten, ging der Prime Day in Deutschland nicht ohne Streiks vonstatten. Am bundesweit größten Standort in Bad Hersfeld waren gestern Beschäftigte aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich am Dienstagmorgen rund 300 Mitarbeiter. Im Tagesverlauf sollten es demnach 500 bis 600 Beschäftigte werden. Andere Standorte waren nach Informationen von Verdi und Amazon nicht von der Protestaktion betroffen.
Amazon berichtete, dass der erneute Streik "keine Auswirkungen" für die Kunden habe. Das Unternehmen habe bereits mit solch einer Aktion gerechnet und personell vorgesorgt.
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