Keine Panik

Wasserschaden am Notebook beheben

von - 22.02.2017
Notebook unter Wasser
Foto: Fer Gregory / Shutterstock.com
Eine kleine Unachtsamkeit mit großen Folgen: Kippt man aus Versehen ein Getränk in den Laptop, drohen schwere Schäden am Gerät. Aber was kann man noch tun, wenn der Rechner baden geht?
Der Schreckmoment für jeden Notebookbesitzer: Eine hektische Bewegung, die Hand stößt gegen das Wasserglas neben dem Computer - und das kippt in elegantem Bogen über die Tastatur. Alles ist nass, Panik kommt auf. Was kann man jetzt noch tun?
Wasser auf Notebook
Wasser kann im Notebook zu Kurzschlüssen führen und dadurch schwere Schäden anrichten.
(Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
In einem Notebook stecken meist allerhand an Daten, wichtige Dokumente und Erinnerungen. Regelmäßige Backups sind daher Pflicht - auch wegen der Gefahr durch Wasserschäden. Doch längst nicht jeder legt regelmäßig Sicherungskopien an. Ob bei einem Flüssigkeitsschaden auch die Daten baden gehen, hängt vom Laptopmodell und der Ersten Hilfe danach ab.
"Festplatten sind meistens so gut geschützt, dass sie in fast allen Fällen keinen Schaden nehmen", sagt Stefan Ebelt vom Verein ReUse in Berlin. "Trifft aber genug Flüssigkeit auf eines der Bauelemente im Laptop, können diese einem Kurzschluss erliegen und sind defekt." Mit etwas Pech kann das eine fatale Kettenreaktion auslösen: Geht ein Teil kaputt, könne das andere Bauelemente mitreißen.
Dann kann guter Rat teuer werden. "Einen Kurzschluss beziehungsweise die zerstörten Bauelemente zu finden und eventuell zu ersetzen, kann teilweise unmöglich sein", sagt Ebelt. "Den Technikern bleibt nichts Anderes übrig, als alle Komponenten im Notebook zu testen."

Schaden minimieren

Das Malheur mit dem Wasserglas lässt sich zwar nicht rückgängig machen. Doch wenn der Rechner baden geht, kann man mit schneller Reaktion immerhin den Schaden begrenzen und Kurzschlüsse vermeiden, sagt Stefan Ebelt.
Im ersten Schritt muss das Notebook vom Netz. Besser noch, man macht es komplett stromlos. Das heißt: Sofort ausschalten, Netzkabelstecker ziehen und - wenn möglich - den Akku entfernen.
Ist nur wenig Flüssigkeit über das Gerät gelaufen, sollte man es unbedingt gerade stehen lassen, rät Ebelt. Ist die Computerüberschwemmung größer, kann der Rechner vorsichtig gekippt werden, so dass die Flüssigkeit herauslaufen kann. Mit einem Handtuch oder Küchenpapier wird sichtbare und herauslaufende Flüssigkeit vorsichtig aufgesaugt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Laptop trocknen - etwa auf der Heizung. Die Temperatur sollte aber auf keinen Fall über 40 Grad Celsius liegen.