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Handynutzer werden zum Ziel

Mobiltelefon-Nutzer waren bis dato kein erklärtes Hauptziel von Cyberkriminellen. Die Schonfrist scheint jedoch vorbei zu sein. Kaspersky Lab hat einen neuen Schadcode entdeckt, der Geld von Mobil-Accounts stiehlt.

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Trojaner bucht Geld per Handy ab

(Bild: Pixelio.de)

In der Vergangenheit hatten vor allem russische Anwender bereits mit Bedrohungen für ihre Mobiltelefone zu kämpfen. Letzte Woche allerdings hat Kaspersky Lab nach eigenen Angaben ein neues Schadprogramm für Symbian-Handys entdeckt, das Kunden eines indonesischen Netzbetreibers attackiert.

Symbian ist eines der am meisten verbreiteten Betriebssysteme für Mobiltelefone. Der Trojaner ist in der Programmiersprache "Python" geschrieben und sendet automatisiert SMS-Nachrichten an eine Kurzwahlnummer mit der Anweisung, einen bestimmten Geldbetrag vom Account des Opfers auf den der Cyberkriminellen zu transferieren.

Aktuell greifen die entdeckten Modifikationen des Trojaners ausschließlich die Kunden des indonesischen Netzbetreibers an. Diese Art von Betrug sei aber auch weltweit denkbar, so die Experten von Kaspersky Lab.

Voraussetzung hierfür sei nur, dass die Netzbetreiber eine ähnliche Methode der Geldüberweisung (per simpler SMS) von Mobiltelefon zu Mobiltelefon anbieten.

Insgesamt sind bis jetzt fünf verschiedene Varianten von  Trojan-SMS.Python.Flocker bekannt. Die Geldbeträge, die durch ihn transferiert werden, sind – einzeln gesehen – kaum der Rede wert und bewegen sich zwischen 35 und 70 Euro-Cent. Man muss allerdings davon ausgehen, dass die Cyberkriminellen, die hinter dem Trojaner stecken, eine Unmenge an Mobiltelefonen infizieren. So kommt eine nicht unerhebliche Gesamtsumme zusammen.

Laut Kaspersky sollen Nutzer von Kaspersky Mobile Security 7.0 vor dem Trojaner geschützt sein. Das Produkt blockiere die Ausführung der Malware und schütze sowohl das Geld, als auch die Identität des Users.

Kaspersky Lab empfiehlt Mobiltelefon-Nutzern, beim Online-Surfen mit einem Mobil- oder Smartphone besonders achtsam zu sein und die Antiviren-Datenbanken immer auf dem neuesten Stand zu halten.

(Quelle: Kaspersky Lab)

, 28.01.2009 - Rubrik(en): Viren & Würmer, Sicherheit
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