Dateisysteme erklärt - FAT, exFAT und NTFS

Leistung und Effizienz

von - 10.08.2011
Das Dateisystem NTFS kann große Dateien platzsparend speichern, wenn sie nur eine geringe Datendichte haben. Das ist etwa bei virtuellen Festplatten so. Solche Sparse-Dateien haben eine logische und eine echte Dateigröße. Eine 10 GByte große virtuelle Festplatte braucht in diesem Beispiel nur 3 GByte echten Festplattenplatz. Der Trick: Aufeinanderfolgende Nullbytes werden einfach nicht mitgespeichert
Vor allem beim Einsatz auf großen Festplatten nutzt das NTFS-Dateisystem den vorhandenen Speicherplatz wesentlich effizienter. Das liegt vor allem an den kleineren Clustergrößen. Solch ein Cluster ist die kleinste Zuordnungseinheit innerhalb des Dateisystems.
Auf Festplatten bis 16 TByte nutzt NTFS normalerweise eine Clustergröße von 4 KByte. Das FAT-Dateisystem verwendet unter Windows auf Datenträgern mit 16 bis 32 GByte aber bereits 16 KByte große Cluster. Das bedeutet, dass auch noch so kleine Dateien auf FAT-Partitionen ab 16 GByte stets 16 KByte Speicherplatz belegen, während Sie unter NTFS nur 4 KByte benötigen.
Zudem kann das NTFS-Dateisystem sogenannte Sparse-Dateien verwalten. Dabei handelt es sich um eine platzsparende Speicherform für große Dateien mit geringer Datendichte, die nur bei Bedarf Festplattenspeicher belegen.