Schwierige Datenrettung

So retten Sie Daten von SSD

von - 24.03.2014
Daten von Solid State Drives (SSDs) zu retten ist nicht ganz so einfach wie von Festplatten. Der Artikel erklärt, was an SSDs besonders ist.
Daten von Solid State Drives (SSDs) zu retten ist nicht ganz so einfach wie von Festplatten. Der Artikel erklärt, was an SSDs besonders ist.
Schwierige Datenrettung: SSDs funktionieren grundsätzlich anders als Festplatten. Daher lassen sich Daten nur schwer retten
Schwierige Datenrettung: SSDs funktionieren grundsätzlich anders als Festplatten. Daher lassen sich Daten nur schwer retten
Wenn Sie in Windows versehentlich Daten auf einer Festplatte löschen, dann ist bekanntlich noch nichts verloren. Windows löscht lediglich die Verweise auf diese Dateien. Damit sind die Dateien zwar aus Sicht des Betriebssystems gelöscht, aber physikalisch noch vorhanden. Erst wenn sie durch neue Daten  überschrieben werden, sind sie endgültig verloren.
Es kann also vorkommen, dass bereits vor Monaten gelöschte Daten wiederhergestellt werden können, wenn auf der betreffenden Festplatte wenig neue Daten geschrieben wurden.
Bei einer SSD ist eine Datenrettung sehr viel schwieriger. Das liegt an ihrer Funktionsweise.

Besonderheiten bei SSDs

Wear-Leveling: So funktioniert’s
Wear-Leveling: So funktioniert’s
Eine SSD funktioniert anders als eine Festplatte: Dateien werden prinzipiell fragmentiert, Datenreste gelöschter Dateien werden automatisch wegradiert, und dann gibt es auch noch Solid State Drives mit Selbstverschlüsselung. All diese Faktoren haben Einfluss auf eine Datenwiederherstellung.

Wear-Leveling

Eine SSD legt Daten in Form von unterschiedlichen Spannungen innerhalb mikroskopisch kleiner Zellen des Flash-Speichers ab. Um die einseitige Belastung einzelner Speicherzellen zu verhindern, verteilt der Kontroller der SSD die Daten gleichmäßig über alle Speicherzellen des gesamten Flash-Speichers hinweg.
Wear-Leveling: Alles wird fragmentiert
Wear-Leveling: Alles wird fragmentiert
Diese Technik heißt Wear-Leveling, was frei übersetzt so viel heißt wie Abnutzungsausgleich. Die Folge dieser Technik ist, dass jede Datei fragmentiert ist und sich Teile von ihr kreuz und quer über viele Speicherblöcke hinweg finden. Das erschwert eine Datenrettung.

Wear-Leveling: So funktioniert’s

Die Speicherzellen einer SSD sind nur begrenzt haltbar. Um eine einseitige Belastung zu verhindern, verteilt die SSD die Daten gleichmäßig auf alle Speicherblöcke. Die Verteilung der Daten über alle Speicherblöcke hinweg heißt Wear-Leveling, frei übersetzt etwa „Abnutzungsausgleich“.
Früher hatten SSDs kein Wear-Leveling. Sie speicherten Daten immer wieder in den ersten verfügbaren Speicherblöcken ab. Die Folge war eine einseitige Abnutzung der Speicherblöcke. Heute haben alle SSDs Wear-Leveling. Sie speichern Daten gleichmäßig verteilt über alle Speicherblöcke hinweg. Dadurch hält die SSD deutlich länger.