Fernzugriff aufs Heimnetz

Kostenlose DynDNS-Dienste im Überblick

von - 08.04.2014
Mit einem DynDNS-Service greifen Sie auch von unterwegs auf Ihr Heimnetz zu. Wir zeigen, wie DynDNS-Dienste funktionieren und stellen kostenlose Dienste vor.
Mit einem DynDNS-Service greifen Sie auch von unterwegs auf Ihr Heimnetz zu. Wir zeigen, wie DynDNS-Dienste funktionieren und stellen kostenlose Dienste vor.
Vom Büro aus auf eine Datei auf dem Computer zu Hause zugreifen oder im Urlaub die geknipsten Schnappschüsse direkt auf dem NAS daheim ablegen — es gibt viele praktische Gründe für einen Fernzugriff auf das eigene Heimnetzwerk.
Für solch einen Fernzugriff benötigen Sie allerdings einen so genannten DynDNS-Dienst (Dynamic Domain Name Service, DDNS). Dieser Dienst ermöglicht es Ihnen, auch bei wechselnder öffentlicher IP-Adresse Ihres DSL-Routers daheim über einen festen Domainnamen aus dem Internet erreichbar zu sein.
Das Domain Name System (DNS) arbeitet ähnlich wie eine Telefonauskunft und sorgt in IP-basierten Netzwerken für die Namensauflösung. Es setzt den für Menschen merkbaren Domainnamen eines Rechners, etwa com-magazin.de in die zugehörige IP-Adresse der Form 195.50.179.19 um.
Dynamisches DNS (auch DDNS oder DynDNS) erlaubt die Nutzung von Domainadressen für Geräte mit wechselnder IP-Adresse. Dabei lässt sich nach dem Wechsel der IP-Adresse der Domaineintrag über den DDNS-Client eines Routers, PCs oder NAS automatisch ändern, damit das Gerät weiterhin erreichbar ist.
DDNS- oder DynDNS-Dienste betreiben einen Nameserver, dessen Einträge sich über einen DDNS-Client automatisch aktualisieren lassen. Dabei übermittelt der DDNS-Client eine geänderte IP-Adresse per HTTP oder HTTPS an den DDNS-Dienst. Die Authentifizierung erfolgt über Benutzername und Passwort.
DDNS- oder DynDNS-Clients übermitteln eine geänderte IP-Adresse an den Nameserver eines DDNS-Dienstes. Derartige Clients sind für diverse Betriebssysteme verfügbar. Meist kommen aber DDNS-Clients in dauerhaft betriebenen Netzwerkgeräten zum Einsatz, etwa im Router oder im NAS.

So funktionieren DynDNS-Dienste

Der Router zu Hause ist in der Regel über einen DSL-Anschluss mit dem Internet verbunden. Dabei weist Ihr Internetanbieter dem Router bei jedem Verbindungsaufbau eine neue IP-Adresse zu. Über diese Adresse ist der Router über das Internet erreichbar.
So funktioniert ein DynDNS-Dienst
So funktioniert ein DynDNS-Dienst: Der Router teilt dem DynDNS-Server die gerade gültige IP-Adresse mit. Der DynDNS-Server weiß dann, dass der Router namens „Felizian“ momentan unter der Adresse „93.104.24.217“ zu erreichen ist (1). Sie können von unterwegs den Router unter der Adresse http://felizian.dyndns.org erreichen. Die Weiterleitung zur gerade gültigen IP-Adresse erledigt der DynDNS-Server (2)
Das Problem dabei: Die meisten DSL-Anbieter erfordern einmal täglich eine Zwangstrennung. Zudem kann die Verbindung auch zwischendurch einmal abbrechen. Dadurch ändert sich ständig die öffentliche IP-Adresse des Routers — und Sie wissen unterwegs natürlich nicht, unter welcher IP-Adresse Ihr Router nun gerade erreichbar ist.
Abhilfe schafft ein DynDNS-Dienst: Ihr Router übergibt dem DynDNS-Server nach dem Verbindungsaufbau ins Internet die aktuelle IP-Adresse. Sobald der DynDNS-Sever die IP-Adresse des Routers kennt, ist dieser über eine fest eingerichtete Subdomain des DynDNS-Dienstes erreichbar. Wenn Sie über den vom Dienst zur Verfügung gestellten Domainnamen auf Ihren Router zugreifen, dann leitet der Dienst Ihre Anfrage an die jeweils aktuelle IP-Adresse weiter.
Wie Sie einen DynDNS-Dienst in Ihrem DSL-Router einrichten, zeigen wie Ihnen im Abschnitt „DynDNS im Router konfigurieren“.

Kostenlose DynDNS-Dienste im Überblick

Einer der ersten und bekanntesten DynDNS-Dienste ist Dyn.com (früher DynDNS.org). Der Dienst hat sein kostenloses Angebot allerdings bereits stark eingeschränkt und ab Mai 2014 will Dyn.com den kostenlosen DynDNS-Dienst ganz einstellen.
Bilderstrecke
10 Bilder
DNSdynamic: Bei DNSdynamic stehen Ihnen über 30 Domainnamen zur Verfügung.
DynDNS Service: Der deutschsprachige Dienst DynDNS Service unterstützt bis zu drei kostenlose Subdomains. Es steht der Domainname „.dyndnss.net“ zur Verfügung.
GoIP: Der deutschsprachige Dienst GoIP ermöglicht das Anlegen von bis zu 15 Subdomains pro Nutzer. Dafür steht Ihnen die Domain „.goip.de“ zur Verfügung.
My Online Portal: Beim Dienst My Online Portal lässt sich eine Subdomain einrichten. Dafür stehen fünf Domainnamen zur Auswahl. Das kostenlose Konto muss einmal im Monat auf der Webseite verlängert werden.

Dynamisches DNS :

10 kostenlose Alternativen für DynDNS.org

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Die Bilderstrecke präsentiert kostenlose Alternativen zu Dyn.com. Zu jedem Dienst finden Sie in der Bildunterschrift einen direkten Link.

AVM MyFritz! als DynDNS-Alternative

Bei MyFritz! handelt es sich um einen DynDNS-Dienst des Fritzbox-Herstellers AVM. Der Vorteil von MyFritz!: Der Dienst ist in die Konfigurationsoberfläche des Routers integriert. Der Nachteil dabei: Ohne Fritzbox lässt sich der Dienst nicht nutzen.
MyFritz! ist kein vollwertiger DynDNS-Dienst. Er ermöglicht lediglich den Zugriff auf die Fritzbox und die Nutzung der Dienste Fritz!NAS oder des Anrufbeantworters. MyFritz! richten Sie auf der Fritzbox unter „Internet, MyFRITZ!“ ein.