Böse Add-ons

Reklame- und Werbe-Terror im Webbrowser

von - 30.10.2013
Einige Add-ons für Firefox, für den Internet Explorer und für Chrome sind wirklich dreist: Sie blenden auf Webseiten zusätzliche Werbung ein. Der Webseitenbetreiber – etwa Amazon – weiß nichts davon.
Foto: iStock - Ashwin82
Einige Add-ons für Firefox, für den Internet Explorer und für Chrome sind wirklich dreist: Sie blenden auf Webseiten zusätzliche Werbung ein. Der Webseitenbetreiber – etwa Amazon – weiß nichts davon.
Seit ein paar Monaten haben sich Entwickler beliebter Browser-Erweiterungen wie Proxtube oder Awesome Screenshot Plus neue Einkommensquellen erschlossen: Sie blenden auf Webseiten, die Sie gerade anschauen, zusätzliche Werbung ein. Diese Werbung ist auf Ihr Surfverhalten abgestimmt. Der Webseitenbetreiber, etwa Amazon, kann nicht nur nichts dagegen tun – er bekommt es schlicht nicht mit.
Fremde Werbung: Während Sie bei Amazon stöbern, meldet Proxtube an ein Adware-Unternehmen, wofür Sie sich interessieren, und baut eine darauf abgestimmte gelbe Werbeleiste in die Amazon-Seite ein.
Fremde Werbung: Während Sie bei Amazon stöbern, meldet Proxtube an ein Adware-Unternehmen, wofür Sie sich interessieren, und baut eine darauf abgestimmte gelbe Werbeleiste in die Amazon-Seite ein.
Ein Beispiel: Sie suchen auf Amazon einen Drucker. Die Firefox-Erweiterung Proxtube meldet das an einen Reklame-Server. Der blendet da­raufhin eine gelbe Werbeleiste ein, die Sie zu günstigeren Angeboten des Druckers locken soll.
Die gelbe Werbeleiste ist natürlich nicht Bestandteil der Amazon-Seite. Sie wird nur Ihnen im Browser angezeigt.
Damit wird auch klar, warum diese neue Werbeform ausschließlich über Browser-Erweiterungen verteilt wird: Die Erweiterung eines Browsers weiß erstens ganz genau, wo Sie gerade surfen und was Sie suchen. Und zweitens kann sie sehr einfach die Darstellung einer Seite in Ihrem Browser ändern.
Der Artikel beschreibt die neue Reklametechnik, welche Add-ons sie verwenden – und was Sie dagegen tun können.
Mit einer anderen Form unerwünschter Software, den Toolbars, beschäftigt sich der Artikel „Toolbar-Terror von Ask, Google & Co.“.