Flüsterleiser Eigenbau-PC

PC mit SSD für 270 Euro

von - 16.12.2013
Für weniger als 300 Euro lässt sich aus hochwertigen Komponenten ein flüsterleiser PC erstellen, der eine SSD mit 120 GByte Speicherplatz und 8 GByte RAM enthält.
Für weniger als 300 Euro lässt sich aus hochwertigen Komponenten ein flüsterleiser PC erstellen, der eine SSD mit 120 GByte Speicherplatz und 8 GByte RAM enthält.
Die Hardware für einen PC ist günstig wie nie. Bereits ab 270 Euro können Sie sich einen PC zusammenstellen, der mit einer aktuellen Dual-Core-CPU von Intel, einer 120 GByte großen und schnellen SSD von Samsung und zusätzlichen 8 GByte Arbeitsspeicher von Crucial allen alltäglichen Aufgaben gewachsen ist.
Trotz der Leistung ist der PC genügsam, wenn es um den Stromverbrauch geht, da das Netzteil von Be quiet einen hohen Wirkungsgrad von 80 Prozent hat.
Wenn Sie also ganz normal mit Ihrem PC arbeiten – etwa mit Office Dokumente erstellen, im Internet surfen, Musik hören, Filme ansehen und gelegentlich ein einfaches Spiel spielen wollen, dann ist dieser PC perfekt für Sie.
Das Zusammenzuschrauben des Eigenbau-PCs ist übrigens nicht schwieriger als einen Schrank von Ikea aufzubauen. Lesen Sie im Artikel „So bauen Sie einen PC zusammen“ , welches Werkzeug Sie benötigen, was Sie beachten und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen müssen.

Optimal für virtuelle Maschinen

270-Euro-PC mit SSD: Das sind alle Komponenten des Computers im Überblick
270-Euro-PC mit SSD: Das sind alle Komponenten des Computers im Überblick
Aufgrund der großzügig bemessenen Arbeitsspeichermenge von 8 GByte und des aktuellen Ivy-Bridge-Prozessors eignet sich der vorgestellte Computer auch sehr gut für unterschiedliche Projekte mit virtuellen Maschinen.
Grund: Der Dual-Core-Prozessor Celeron G1610 unterstützt alle aktuellen Techniken, die von einer Virtualisierungssoftware erwartet werden. Auch die relativ neue Virtualisierungstechnik Second Level Address Translation (SLAT) unterstützt der Prozessor bereits – und das ist nicht selbstverständlich für eine CPU.
SLAT ist vor allem für Microsofts Virtualisierer Hyper-V erforderlich, der in Windows 8 Pro bereits enthalten ist. Die Technik soll laut Microsoft und Intel die Leistung einer virtuellen Maschine spürbar erhöhen.

Kein optisches Laufwerk

Ein optisches Laufwerk fehlt beim 270-Euro-PC. Das hat vor allem zwei Gründe: Erstens lassen sich die wichtigsten Softwarepakete heute aus dem Internet herunterladen und anschließend mit einem Key freischalten – müssen also nicht mehr per CD oder DVD auf den PC gebracht werden. Microsoft bietet etwa das komplette Office und ausgewählte Windows-Versionen zum Download an. Gleiches gilt für Acronis oder Adobe, um nur diese Beispiele zu nennen.
Zweitens geht die Installation von Software von einem USB-Stick viel schneller als von einer CD oder DVD, da die Daten vom USB-Stick schneller eingelesen werden können. So installiert sich Windows von einem schnellen USB-Stick ungefähr doppelt so schnell wie von einer DVD.
Wer dennoch nicht auf ein optisches Laufwerk verzichten will, der kann ein internes Laufwerk dazukaufen und einbauen. Interne optische Laufwerke mit Brennfunktion gibt es etwa unter www.mindfactory.de bereits für 15 Euro.
Der Einbauschacht für das 5,25-Zoll-Laufwerk ist hinter einer Blende in der Gehäusefront versteckt. Sie müssen nur die Blende herausnehmen und schon können Sie das Laufwerk in den leeren Schacht  einschieben und festschrauben.

Windows mit 64 Bit

Aufgrund des Prozessors und der Arbeitsspeichermenge bietet sich ein 64-Bit-Betriebssystem an. Nur damit sind Sie in der Lage, die kompletten 8 GByte voll auszunutzen. Ein 32-Bit-System kann hingegen nur 4 GByte adressieren.
Da in den PC zudem eine SSD eingebaut ist, sollten Sie entweder Windows 7 oder Windows 8 einsetzen. Diese Betriebssysteme sind für SSDs ausgelegt und die Systemeinstellungen werden von Windows schon bei der Installation entsprechend angepasst und optimiert.

NAS statt große Festplatte

Die 120 GByte Speicherplatz auf der SSD sind heute nicht mehr besonders viel. Wer jedoch ein NAS besitzt und seine wichtigsten Daten dort speichert, der braucht nicht mehr. Außerdem lässt sich der PC zusätzlich mit einer großen 3,5-Zoll-Festplatte ausstatten – das Gehäuse bietet genügend Platz.