Microsoft Intune

PCs, Smartphones und Tablets bestens im Griff

Mobile Device Management (MDM) erfordert keine große IT-Infrastruktur – Microsoft Intune erledigt das Client-Management aus der Cloud und ist speziell für BYOD-Techniken geeignet.
Foto: Shutterstock / Ellagrin
Mobile Device Management (MDM) erfordert keine große IT-Infrastruktur – Microsoft Intune erledigt das Client-Management aus der Cloud und ist speziell für BYOD-Techniken geeignet.
Verwalten und betreuen: Alle Geräte lassen sich bei Intune bequem über ein Webportal administrieren.
Verwalten und betreuen: Alle Geräte lassen sich bei Intune bequem über ein Webportal administrieren.
Für IT-Profis gehört das Client-Management und damit die Verwaltung der Endgeräte zu den Grunddisziplinen ihres Jobs. Eingesetzt werden dafür vielfältige Programme, für die Softwareverteilung, die Inventarisierung bis hin zum kompletten Lifecycle-Management. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende IT-Infrastruktur – die aufgebaut, verwaltet und gepflegt sein will.
Neben den kostenintensiven und aufwendigen On-Pre­mise-Installationen auf eigener Hardware bietet sich gerade für kleinere Firmen an, über eine cloudgestützte Lösung nachzudenken. Außer dem Vorteil, dass dann das Internet einen Teil der Infrastruktur zur Verfügung stellt, sind solche Verwaltungslösungen sehr flexibel: Die Systeme lassen sich per Browser von überall kontrollieren und verwalten. Auch Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets lassen sich gut in eine solche Lösung integrieren und betreuen.
Mobile Device Management (MDM): Die Kernfunktion ist die Verwaltung unterschiedlicher Typen von mobilen Geräten in einem Unternehmensnetz. Solche Lösungen lassen sich um zusätzliche Funktionen erweitern, etwa die Verwaltung von Applikationen, Asset-Management oder Sicherheitsfunktionen.
Mobile Application Management (MAM): Mit einer MAM-Software kann die IT-Abteilung mobile Applikationen verwalten. Das schließt Backups und das Rollout solcher Apps mit ein. Zudem lassen sich Regelwerke (Policies) erstellen und umsetzen. Solche Policies definieren beispielsweise, welche Konfigurationseinstellungen für Apps gelten und auf welche Daten der Nutzer damit zugreifen darf. MAM-Lösungen werden entweder als Add-on eines MDM-Tools oder als Einzellösungen angeboten.
Mobile Content Management (MCM): Eine MCM-Software bietet der Unternehmens-IT einen Weg, um auf Inhalte, Dateien oder Dokumente auf mobilen Geräten zuzugreifen. Das erfolgt unabhängig davon, ob diese Daten im internen Speicher der Systeme oder auf SD-Karten oder anderen Speichermedien abgelegt werden. MCM-Lösungen erlauben es zudem, Dokumente zwischen Kollegen, Kunden und Partnern auszutauschen (Sharing, Collaboration). Auch ist im Idealfall eine Synchronisation von Inhalten über verschiedene Devices hinweg möglich.
Mobile Risk Management (MRM): Das Kernziel von MRM besteht darin, das Speichern und Bearbeiten von Firmendaten an potenziell unsicheren Orten zu verhindern. Dazu zählen unverschlüsselte Cloud-Storage-Ressourcen, aber auch ungeschützte Speichermedien in Endgeräten. Zudem können Funktionen integriert werden, die ein sicheres Synchronisieren von Daten zwischen unterschiedlichen Systemen ermöglichen, etwa Smartphones, Notebooks und Büro-PCs.
Enterprise Mobility Management (EMM): Darunter sind Mobile Device Management, Mobile Application Management und Mobile Content Management zusammengefasst. Firmen können ein EMM aufbauen, indem sie separate Produkte für MDM, MAM und MCM einsetzen. Zudem stehen EMM-Pakete zur Verfügung, die alle drei Funktionen vereinen.
Microsoft stellt eine solche Lösung unter dem Namen Microsoft Intune bereit. Bis Oktober 2014 hieß sie Windows Intune, nicht zu verwechseln mit dem Apple-Dienst iTunes. Ähnlich waren die Marketingexperten aus Redmond zuvor bereits bei der Cloud-Plattform Microsoft Azure verfahren, die bis April 2014 den Namen Windows Azure getragen hatte. Damit wollte man wohl deutlich machen, dass sich die Funktionen der Microsoft-Cloud-Programme nicht auf die Windows-Plattform beschränken. Microsoft positioniert sicher nicht zuletzt deswegen Intune auch als Verwaltungssoftware für das Client-Management aus der Cloud, die speziell für BYOD-Techniken geeignet ist.
Dana Behncke, Produktmanager Enterprise Mobility Suite bei Microsoft, meint dazu „Cloud und Bring Your Own Device (BYOD) halten so oder so Einzug in die Betriebe. Es ist aber erschreckend, wie hoch dabei die Nutzung von Cloud-Diensten ohne die Kontrolle durch die IT ist.“ Außerdem dürften die Möglichkeiten von Intune wie Selfservice durch den Nutzer oder ein Rechtemanagement, das über die Office-Anwendungen hinausgeht, nicht unterschätzt werden.
IT-Verantwortliche und Adminis­tratoren, die diesen Anforderungen ohne umfangreiche eigene IT-Infrastruktur genügen wollen oder müssen, sollten deshalb unbedingt Cloud-Lösungen wie Intune in Erwägung ziehen.