Technologischer Wandel

IT-Positionen zukunftssicher besetzen

von - 14.10.2015
unbesetzte IT-Positionen
Foto: Fotolia / fotogestoeber
Wer mit dem schnellen technologischen Wandel Schritt halten will, der braucht mehr als reines IT-Wissen. Auch Fach- und Prozesswissen ist notwendig.
Die IT-Branche boomt nach wie vor, aber es erfordert heute mehr als reines IT-Wissen, um im IT-Umfeld zu punkten. Unternehmen, die mit dem schnellen technologischen Wandel Schritt halten wollen, spüren die Auswirkungen des verstärkten Fachkräftemangels umso deutlicher.
Die Business-IT stellt im Zuge der Digitalisierung die Partnerschaft und den Austausch zwischen der klassischen Computer- beziehungsweise Netzwerknutzung und dem Kerngeschäft des Unternehmens sicher. Sie übersetzt zwischen den beiden Seiten und bildet die Unternehmensziele technologisch ab. Im Zeitalter der Kundenorientierung bedeutet das vor allem, sich intensiver mit Daten über die Verbraucher und Kunden auseinanderzusetzen.
Anforderungen: Durch die Digitalisierung entstehen in der IT neue Rollen und Soft Skills gewinnen an Bedeutung.
(Quelle: Jesus Sanz / Shutterstock.com )

Notwendige IT-Skills

Mit zunehmender Orientierung am Endverbraucher und den technologischen Veränderungen haben sich die Anforderungen, die qualifizierte Bewerber für IT-Positionen mitbringen müssen, deutlich erhöht. Schließlich muss die IT durch die Brille des Endverbrauchers oder des Unternehmenskunden sehen können. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen, die im direkten Kundenkontakt stehen.
Der IT-ler nimmt auch gern die Rolle des Architekten ein, das heißt, er entwickelt Standards und Normen für Daten, Anwendungen und mobile Endgeräte. Das beinhaltet unter anderem auch die Beobachtung der Mitbewerber und das Aufdecken neuer Kundengruppen.
Viele Unternehmen sind im vergangenen Jahr dem Boom des Cloud-Computings und der Virtualisierung gefolgt, um nicht den Anschluss zu verlieren. Der sichere Umgang und möglichst umfassende Erfahrungen mit den diesbezüglichen Programmen und Lösungsansätzen sind deshalb heutzutage ein Muss.

Einige neue Rollen

Martin Krill ist Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung
Der Autor Martin Krill ist Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung
Ein weiteres großes Thema in Sachen IT-Skills ist, dass sich IT-ler ein breites Wissensspektrum aufbauen und ein gewisses Maß an Business Intelligence mitbringen sollten. Für Unternehmen ist es mehr und mehr von Bedeutung, dass die IT-Verantwortlichen auch darauf achten, Kosten zu sparen und in die richtigen Technologien zu investieren. Eine Umstellung auf Server-Virtualisierung ist hierfür ein passendes Beispiel.
Ein Dauerbrenner in puncto IT-Skills ist das Thema Sicherheit. Neue Technologien bedeuten immer eine Herausforderung – und eine Anpassung der gängigen Methoden, Sicherheit zu gewährleisten. Auch hier ist es wichtig, dass IT-ler sich entsprechend weiterbilden, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Wichtige Soft Skills

Sicherheit ist nicht nur ein Thema von Regeln und Überwachung, sondern auch von Soft Skills. Security-Experten machen der Belegschaft klar, dass sie nicht an der IT vorbeiarbeiten darf.
Der IT-Mitarbeiter von heute muss neben dem klassischen IT-Knowhow vertieftes Fach- und Prozesswissen einbringen. Er muss verstehen können, was das Business benötigt, und über eine noch höhere Bereitschaft zum selbstständigen und laufenden Weiterbilden in den Technologien verfügen. Weitere Grundvoraussetzungen werden zukünftig ein gutes Verständnis aller sicherheitsrelevanten Fragen und auch juristische Sicherheit sein.