Umfrage

Digitale Freiheit fördert Engagement im Job

von - 04.01.2016
Digital Skills
Foto: Den Rise / Shutterstock.com
Wer seine digitalen Kompetenzen nicht einsetzen kann, liefert schlechtere Arbeit ab. Das belegt eine aktuelle Studie in Auftrag der EMC-Tochter VMware.
Einmal im Jahr gibt die EMC-Tochter VMware eine Studie in Auftrag. In diesem Jahr wollte sie vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne wissen, wie es um die digitale Kompetenz in Europa und dem Nahen Osten bestellt ist. Darunter versteht das Unternehmen die Fähigkeit von Menschen, Technologien so einzusetzen, dass sie damit auf digitale Informationen und Daten zugreifen und diese analysieren und austauschen können, um so die Zusammenarbeit zu verbessern.
Microsoft Lumia 950
Digitale Kompetenz: Fast alle Befragten geben an, dass einer ihrer digitalen Skills der mobile Abruf von Informationen sei.
(Quelle: Microsoft)
Die Analysten befragten dafür 5700 Personen in kleinen und mittelständischen Unternehmen ab einer Größe von mehr als 100 Mitarbeitern in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Italien und Skandinavien (Schweden, Norwegen und Dänemark) sowie in Russland und im Mittleren Osten (Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate). In Deutschland nahmen 1000 Personen an der Umfrage teil. Die Interviews wurden in August 2015 telefonisch sowie online durchgeführt.
Fast 60 Prozent der Befragten halten digitale Kompetenz für einen wichtigen Faktor, wenn es um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes geht. Praktisch alle Umfrageteilnehmer (97 Prozent) sind davon überzeugt, mindestens in einer digitalen Disziplin Fähigkeiten zu haben. Bei 84 Prozent lag diese allerdings darin, mit einem mobilen Endgerät überall und jederzeit auf Informationen zugreifen zu können. Je drei Viertel hielten sich für fähig, öffentliche WLAN-Hotspots zu nutzen, im Internet zu surfen, mobile Applikationen zu finden, diese herunterzuladen und zu nutzen sowie ferner Social-Media-Plattformen zu verwenden (Mehrfachnennungen waren möglich).
Ebenfalls fast drei Viertel (72 Prozent) der Befragten nutzen digitale Daten, um am Arbeitsplatz bessere Entscheidungen zu treffen. Fast die Hälfte (48 Prozent) ist jedoch der Meinung, dass ihr Arbeitgeber ihnen nicht erlaubt, ihre digitale Kompetenz in vollem Umfang für ihren Aufgabenbereich einzusetzen. Die Werte ähneln sich über alle Länder, Unternehmensgrößen, Branchen und Altersgruppen hinweg. Die Schweden sind mit 53 Prozent etwas unzufriedener, die Italiener mit 43 Prozent etwas zufriedener als der Durchschnitt. Besonders zufrieden sind naturgemäß Mitarbeiter in IT- und Telekommunikationsunternehmen. Hier haben nur 34 Prozent den Eindruck, ihr digitales Know-how nur unzureichend einsetzen zu können. Ebenso nachvollziehbar ist die mit 55 Prozent überdurchschnittlich hohe Unzufriedenheit in stark regulierten staatlichen Institutionen.