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Container versus Virtualisierung

von - 23.05.2017
Container
Foto: cybrain / Shutterstock.com
Moderne Container-Lösungen erlauben eine agile und kostengünstige Entwicklung, aber virtuelle Maschinen sollten noch lange nicht totgesagt werden.
Am Anfang war der Server. Dann kam auf dem Mainframe und bei Unix-Maschinen die Virtualisierung als Software- oder Hardware-Partition. Dann kam lange nichts und die Welt des Business-Computings erstarrte in unflexiblen Microsoft-/Intel-Systemen (x86) – endlosen Spaghetti-Landschaften aus Silo-Servern mit jeweils einer Anwendung.
Es wurde Zeit für eine Revolution. Findige Ingenieure erfanden ungefähr in den gleichen Jahren die softwarebasierte Virtualisierung für die x86-Welt – Virtualisierung, das heißt Aufteilung eines Servers in viele einzelne Partikel, mal mit VMware vSphere, mal mit Xen (Citrix), mal mit Microsoft Hyper-V oder mit Red Hat KVM.
EMC erkannte alsbald die Wirksamkeit eines Hypervisors, mit dem sich unkompliziert virtuelle Maschinen (VMs) für diverse produktive Applikationen oder Testzwecke einrichten ließen, kaufte VMware und sorgte für eine schnelle Verbreitung: Man entließ die neue Tochter bald wieder in eine (scheinbare) Unabhängigkeit – offen für alle Hardware- und Software-Hersteller und -Plattformen. Die Konkurrenten konnten nur mühsam folgen oder richteten sich in einer Nische ein.
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Allen gemeinsam ist, dass eine VM eine Art Betriebssystem darstellt, das über einen Hypervisor die Kernfunktionen einer dedizierten Hardware simuliert – von CPU bis zu Festplatte und Netzwerk. In einer VM ist Platz für ein Betriebssystem und eine Anwendung. Viele voneinander isolierte VMs teilen sich so die Ressourcen eines Servers und reduzieren deutlich die Hardware-Ausgaben eines Unternehmens einschließlich jener für Energie und Kühlung. VMs lassen sich verschieben, was Alternativen für Replikation und Backup ermöglicht.