Mehr Transparenz

Windows 10 erhält neue Datenschutz-Einstellungen

von - 11.01.2017
Datenschutz am PC
Foto: Evlakhov Valeriy / Shutterstock.com
Microsoft spendiert Windows 10 eine neue Berechtigungsübersicht für die Datenschutz-Einstellungen. Außerdem können Nutzer die vergebenen Rechte nun auch über ein Datenschutz-Dashboard steuern.
Neue Datenschutz-Einstellungen in Windows 10
Datenschutz-Einstellungen beim Setup von Windows 10: Die Redmonder wollen für mehr Transparenz sorgen.
(Quelle: Microsoft )
Nachdem Windows 10 in der Vergangenheit oftmals wegen teils undurchsichtigen Datenschutz-Bestimmungen in aller Munde war, will Microsoft nun für mehr Transparenz und Komfort sorgen. Hierzu haben die Redmonder nun die Datenschutz-Einstellungen in Windows 10 überarbeitet. Außerdem können Windows-Nutzer nun auch die Rechtevergabe über ein Web-Dashboard steuern. Letzteres ist bereits online und für alle Nutzer mit Microsoft-Konto verfügbar. Auf die neuen Datenschutz-Einstellungen in Windows müssen Nutzer hingegen noch etwas warten, Microsoft will diese mit dem anstehenden Creators Update einführen. Teilnehmer des Insider-Programms erhalten das Feature wie üblich etwas früher, die Einstellungen sollen mit der nächsten Vorabversion ausgerollt werden.
Um das Datenschutz-Dashboard zu nutzen, ist zunächst eine Anmeldung mit dem Microsoft-Konto erforderlich. Hierauf lassen sich bereits die in Windows 10 aufgezeichneten Nutzerdaten einsehen und bei Bedarf auch löschen. Hierzu zählen der Browserverlauf, der Windows-Suchverlauf (Bing und Cortana), der Standort-Verlauf, Cortanas Notizbuch sowie die Gesundheitsdaten aus Microsoft Health. Jede Kategorie ist mit ausführlichen Informationen zu den aufgezeichneten Daten sowie mit Tipps für die Konfiguration versehen. Microsoft will das Datenschutz-Dashboard in Zukunft weiter ausbauen.

Neue Datenschutz-Einstellungen in Windows 10

Die Änderungen in Windows 10 selbst betreffen zunächst den Setup-Dialog bei der Einrichtung des Betriebssystems. So finden Nutzer, die Windows 10 neu installieren oder von Windows 7 oder 8 upgraden, die neuen Datenschutz-Einstellungen während des Setups vor. Sie ersetzen die alten Express-Einstellungen, die bei vielen Nutzern in der Vergangenheit für Unmut gesorgt hatten. Dadurch kann der Nutzer nun bereits bei der Konfiguration des Betriebssystem bestimmen, welche Daten er an Microsoft weiterleiten möchte und welche nicht. Wer indessen von einem älteren Windows 10 Build auf die neue Version wechselt, der soll über die Systembenachrichtigungen auf die neuen Einstellungen aufmerksam gemacht werden.

Geringer oder vollständiger Zugriff

Daneben hat Microsoft noch die Sammlung von Diagnose- und Nutzungsdaten in Windows 10 angepasst. So können Nutzer nun die Anzahl der dabei gesammelten Daten auf ein Minimum reduzieren oder vollen Zugriff gewähren. Gänzlich deaktivieren lässt sich die Erhebung dieser Daten hingegen nicht. Die Redmonder nutzen die Informationen für die Weiterentwicklung des Betriebssystems und der darin enthaltenen Dienste.