6 Tipps gegen Ransomware

Bezahlen der WannaCry-Erpresser ist zwecklos

von - 16.05.2017
Ransomware-Attacke
Foto: Bacho / Shutterstock.com
Wer der WannaCry-Erpressung nachgibt und die geforderte Summe bezahlt, bekommt seine Daten nicht zurück, warnt das Sicherheitsunternehmen Check Point. Stattdessen gilt es, im Vorfeld die Daten zu sichern.
WannaCry
WannaCry-Attacke: Check Point warnt davor, die Erpresser zu bezahlen.
Bei Ransomware-Attacken wie WannaCry hat man es mit Kriminellen zu tun. Wer Lösegeld bezahlt, kann nie wissen, wie es um die "Geschäftsethik" der Hacker bestellt ist. Werden sie den Schlüssel zum Auslösen der verschlüsselten Daten herausgeben oder nicht?
Im Fall von WannaCry scheint die Sache klar: Diese Cyberkriminellen sind gar nicht in der Lage, den individuell Betroffenen einen Schlüssel zu liefern. Eine Bezahlung von Lösegeld ist also komplett sinnlos. So jedenfalls meldet es das Sicherheitsunternehmen Check Point.
Im firmeneigenen Blog begründet Check Point ihre Einschätzungen wie folgt. Die WannaCry-Gauner verwenden drei Bitcoin-Konten zum Einsammeln ihres Lösegeldes. Anders als manche anderen Ransomware-Angreifer hätten es die WannaCry-Macher versäumt, individuelle IDs zu verwenden, um die Zahlungen zuordnen zu können. Es sei jenen deshalb aus technischer Sicht überhaupt nicht möglich zu ermitteln, von welchen Erpressungsopfern Zahlungen eingegangen seien – und wohin sie die Entschlüsselungs-Codes senden sollten.
Es habe bis jetzt im Falle von WannaCry auch in der Tat noch kein einziger Betroffener davon berichtet, dass nach Bezahlung die Daten wiederhergestellt worden seien.