Internet of Things

Rätselhafter Wurm verspricht IoT-Schutz

von - 20.04.2017
White-Hat-Hacker will vor Malware im IoT schützen
Foto: LeoWolfert / shutterstock.com
Derzeit verbreitet sich der Computerwurm Hajime weltweit auf vielen IoT-Geräten. Angeblich sei die Software jedoch nicht bösartig, sondern will vielmehr gegen Malware wie Mirai schützen. Symantec bestätigte die Wirksamkeit.
Ein Computerwurm verbreitet sich derzeit auf diversen IoT-Geräten. Statt aber auf den Festplattenrekordern, Webkameras und WLAN-Routern Schaden anzurichten, verhindert Hajime - so der Name des Codes -, dass die gefährliche Mirai-Malware die Geräte infiziert. Zudem hinterlässt der Wurm eine Botschaft, in der der Autor sich als "White Hat"-Hacker ausgibt und verspricht, Systeme abzusichern.
Der Hajime-Wurm ist weltweit verbreitet
Fast überall auf der Welt wurden bereits Infektionen durch den Hajime-Wurm gesichtet.
(Quelle: Symantec )
Laut eines Blog-Eintrags von Symantec scheint Hajime tatsächlich zu wirken und bestimmte Ports zu blockieren, über die Mirai kommuniziert. Mirai infiziert seit vergangenem Jahr IoT-Geräte und vernetzt diese zu einem Bot-Net, um für DDoS-Attacken zur Verfügung zu stehen. So wurde im vergangenen Herbst eine massive Attacke auf den US-Internetserviceprovider Dyn registriert.
Symantec war es allerdings noch nicht möglich zu sagen, ob Hajime nicht doch noch für bösartige Zwecke missbraucht werden könnte.