Insiderwissen

So tickt der russische Hackermarkt

von - 22.10.2015
Russischer Hacker vor Flagge
Foto: Shutterstock/Niyazz
Auf dem russischen Hacker-Schwarzmarkt kann man sich von der DDOS-Attacke bis zur Geldwäsche so ziemlich alles bestellen, was das cyberkriminelle Herz begehrt. Ein Security-Experte hat die Probe aufs Exempel gemacht.
Dmitry Slinkov hat sich auf eine heikle Mission begeben. Der Security-Experte und -Berater von Russia Consulting wollte testen, ob man wirklich auf dem russischen Hacker-Schwarzmarkt ohne Weiteres kriminelle Dienste bestellen kann.
Dimitri Slinkov
Ausprobiert: Dmitry Slinkov hat das Angebot russischer Hacking-Dienstleister getestet.
(Quelle: Jens Stark )
An der Swiss-Cyber-Storm-Konferenz in Luzern teilte er am Dienstag in einem Vortrag seine Erfahrungen mit.
Bei seinen Tests galten für Slinkov zwei Maximen: Erstens durfte nicht das Gesetz gebrochen werden, zweitens sollte kein Geld an die Hacker gezahlt werden. Angebote für Hacking-Dienste fand der Berater sowohl im öffentlichen Internet, als auch im sogenannten Darknet. Die Services seien daher für jedermann erhältlich, lautet schon einmal ein Fazit.
Und das Angebot ist groß: Von der Miete eines Botnets über die Entwicklung von Viren - wohlgemerkt auch solche, die sich vor bekannten Antiviren-Programmen zu verstecken wissen -, die Ausführung von DDOS-Attacken (Destributed Denial of Service) und Hacking bis hin zu Geldwäsche ist auf dem russischen Untergrundmarkt so ziemlich alles zu haben.