Hardware-Projekte

"Building 8": Das steckt hinter Facebooks geheimer Abteilung

von - 20.03.2017
Schlüsselloch
Foto: Fotolia.com/Mopic
"Building 8" ist der Name einer geheimen Facebook-Abteilung. Sie besteht aus Entwicklern, die an diversen Hardware-Projekten arbeiten, darunter Kameras, AR-Geräte, Drohnen sowie Produkte aus der Medizintechnik.
"Building 8": Was wie der Titel eines neuen Tarantino-Films klingt, ist tatsächlich die Bezeichnung für eine spezielle Facebook-Unterabteilung, die an streng geheimen Hardware-Projekten arbeitet. An mindestens vier noch nicht veröffentlichten Produkten soll derzeit getüftelt werden, berichtet Business Insider.
Die Palette reicht von Augmented-Reality-Geräten bis zu Produkten aus der Medizintechnik. Konkret soll es um eine Kamera, ein AR-Gerät sowie um eine Drohne gehen. Daneben wird auch an einer Gehirn-Scanning-Technologie gearbeitet. Diese Sektion soll von einem Neurowissenschaftler geleitet werden, der bereits an der Entwicklung einer Armprothese beteiligt war, die sich über das Gehirn steuern lässt. Auch das vierte Projekt dreht sich um medizinische Anwendungen und wird von einem Kardiologen angeführt.
Geleitet wird "Building 8" - das noch kein Jahr alt ist - von Regina E. Dugan. Sie war Direktorin der Forschungsgruppe des amerikanischen Verteidigungsministeriums, der DARPA, und wechselte anschließend zu Google.

Baldiges Coming Out

Angeblich plant Facebook, die Geheimnisse um "Building 8" bald zu lüften. So könnte die Hardware-Palette im nächsten Monat auf Facebooks Entwickler-Konferenz f8 eine wichtige Rolle spielen. Grundsätzlich aber stehen den Teams für die Entwicklung zwei Jahre zur Verfügung.
Facebooks Vorstoß in Richtung Hardware ist mutig und riskant. Die Plattform ist dank der fast zwei Milliarden Nutzer zwar eine Internet-Supermacht, verfügt aber im Vergleich zu Apple, Google - oder neuerdings auch Snap - über wenig Erfahrung im Hardware-Bereich. Facebook konnte lediglich mit seiner VR-Brille Oculus oder der Drohne Aquila schon erste Schritte auf dem Markt gehen. Die aktuellen Pläne des Unternehmens, darunter ein großangelegter Verkauf von Millionen von Produkten, eine Logistik-Infrastruktur in Hong Kong sowie ein Callcenter, fallen da aber in eine ganz andere Kategorie.
Facebook selbst hat das Projekt bislang noch nicht kommentiert.