CeBIT 2016

Crytomator erhält Innovation Award der CeBIT

von - 18.03.2016
Verschlüsselung mit Cryptomator
Foto: Shutterstock/Jason Winter
Die Verschlüsselungslösung Cryptomator hat auf der CeBIT einen Sonderpreis für Sicherheit und Privatsphäre erhalten. Mit der kostenlosen Software lassen sich Dateien in Cloud-Speichern wie Dropbox sicher verschlüsseln.
Seit einiger Zeit vergeben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG auf der CeBIT einen sogenannten Innovation Award. In diesem Jahr hat der deutsche Security-Anbieter Cryptomator für seine gleichnamige Verschlüsselungslösung den mit 20.000 Euro dotierten „Sonderpreis für Usable Security and Privacy“ erhalten. Die ersten beiden Preise gingen an climtrack und ActiWait.
CeBIT-Award für Cryptomator
CeBIT-Sonderpreis für nutzbare Sicherheit und Privatsphäre: Die Cryptomator-Entwickler freuen sich über den mit 20.000 Euro dotierten Preis.
(Quelle: Deutsche Messe )
Hinter der Open-Source-Software Cryptomator stehen die beiden Bonner Informatikstudenten Tobias Hagemann und Sebastian Stenzel, die eine plattformunabhängige Verschlüsselungslösung für Cloud-Speicher entwickelt haben. Für die Nutzung fallen keine Gebühren an. Zur Finanzierung setzen Hagemann und Stenzel auf Spenden.

Sicherer Cryptomator-Container

Cryptomator erstellt auf der lokalen Festplatte einen Container, der zum Beispiel mit Dropbox verknüpft wird. Jede Datei, die der Anwender in diesem Container speichert, wird automatisch verschlüsselt und danach in die Cloud kopiert. Cryptomator verschlüsselt dabei nicht nur die Datei, sondern auch den Dateinamen, der ansonsten einen Rückschluss auf den Inhalt ermöglichen würde.
Damit Dateien auch nicht anhand ihrer Größe identifiziert werden können, vergrößert sie das Programm vor der Verschlüsselung zufällig um bis zu 10 Prozent, maximal aber um 16 MByte. Zur Verschlüsselung verwenden die Studenten den frei verfügbaren und als sicher geltenden Algorithmus AES 256 (Advanced Encryption Standard).
Cryptomator-Oberfläche
Cryptomator: In den sicheren Container kopierte Dateien werden automatisch und inklusive der Dateinamen verschlüsselt, bevor sie in die Cloud hochgeladen werden.
(Quelle: Cryptomator )
Das Besondere an Cryptomator ist, dass die Entwickler – anders als etwa der Konkurrent Boxcryptor – auch den Quellcode auf Github veröffentlichen. So kann er von anderen Programmierern auf Sicherheitslücken überprüft werden.
Sie finden Cryptomator in unserem Download-Bereich. Auf der offiziellen Webseite gibt es außerdem Versionen für Mac OS und Linux sowie eine in Java geschriebene Variante. iOS-Nutzer profitieren zudem von einer Cryptomator-App.